Workshop: Erfahrung. Konzeptionen und Standortbestimmungen eines Schlüsselbegriffs der Europäischen Ethnologie am 19./20. November 2020

Workshop am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde 
Organisation: Martina Röthl (Kiel), Barbara Sieferle (Freiburg) 
 

Das Fach Europäische Ethnologie versteht und bezeichnet sich als Alltags- und Erfahrungswissenschaft. Anders als für den Alltagsbegriff setzte für den Begriff der Erfahrung nach der Neuausrichtung des Faches ab den 1970er Jahren jedoch keine intensive Auseinandersetzung ein: Fachhistorische Entwicklungslinien  berücksichtigende und den fachlichen Sonderzuschnitt reflektierende Bearbeitungen liegen nicht vor. Über spezifische Forschungs- und Datenerhebungskontexte hinausgehende Synthesen fehlen. Hier setzt der Workshop an: Er zielt auf die Prüfung von Trag- und Anschlussfähigkeit des Vorliegenden sowie auf dessen  Kontextualisierung, Bündelung und Aktualisierung.

Erfahrung gehört zum Standardrepertoire der Disziplin, sie ist dem Fach Erkenntnisziel, epistemologische Grundlage und methodisches Vehikel – für jeden dieser Bereiche gilt jedoch, dass der Begriff (zu) selbstverständlich gebraucht wird. Fokussiert ist so die konzeptionell-theoretische und gleichermaßen empirisch-begründete Auseinandersetzung, die den Erfahrungsbegriff als heuristische Kategorie und analytischen Begriff vor dem fachgeschichtlichen Horizont reflektiert.
 

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